Gemeinde Schefflenz

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Gemeinde Aktuell

Was geht mich der Volkstrauertag an?

Was geht mich der Volkstrauertag an?
Erfahrungsaustausch der Kreisgemeinden zur Weiterentwicklung des Volkstrauertags

Neckar-Odenwald-Kreis, 31.05.2017. Der Volksbund wurde 1919 als Bürgerinitiative gegründet, weil eine breite Masse der Bevölkerung das gleiche Ziele verfolgte: Die Kriegstoten des Weltkriegs würdig zu bestatten. Diese breite Basis wünschte sich Landrat Dr. Brötel, der die Gemeindevertreterinnen und –vertreter in der der Augusta-Bender-Schule in Mosbach begrüßte, für die Gedenkveranstaltungen am Volkstrauertag. Die Teilnehmer waren der Einladung des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. gefolgt. Dessen Bezirksgeschäftsführer, Volker Schütze, wollte mit diesem Workshop die Verantwortlichen der Gemeinden in einen Austausch über die eigenen Gedenkveranstaltungen bringen. Von daher zeigte er sich erfreut, daß 12 Gemeinden sich dem Thema an diesem Nachmittag stellen wollten. Weitere Gemeinden hatten sich mit Bedauern entschuldigt. Der Kreisbeauftragte des Volksbunds, Gerd Teßmer, faßte in seiner Begrüßung die Herausforderungen zusammen, vor den Volkstrauertag wie auch die Volksbundarbeit allgemein stehe: Die Anzahl an Menschen, die einen persönlichen Bezug zu den Opfern der Weltkriege haben, nimmt ab. Dabei sei auf der anderen Seite das Thema Krieg und Gewalt immer noch in der Gegenwart vorhanden. Den Bezug zwischen der Erinnerung an die Kriegstoten und den Kriegen und seiner Folgen der Gegenwart zu schaffen, sei eine Aufgabe, die auch am Volkstrauertag zu leisten sei.

Die Teilnehmenden zeigten sich sehr zufrieden mit den Ergebnissen des knapp drei stündigen Treffens. Wenn die Gemeinden wollten, daß neben Jugendlichen auch die Gruppe der 20 – 50 Jährigen kommen, müßten diese nach Möglichkeit in die Vorbereitung der Gedenkveranstaltung frühzeitig mit eingebunden werden, so ein Fazit. Das bedeutete für die Verantwortlichen, in den meisten Fällen die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, aktiv auf die Klassen oder kirchliche Jugendgruppen zuzugehen. Auch müsse wohl im Vorfeld mehr über Inhalt und Ziel des Volkstrauertags kommuniziert werden. Denn die Bereitschaft, z.B. Solidarität mit Terroropfern zu zeigen, sei vorhanden. Dem größten Teil der Bevölkerung sei es wohl nicht bewußt, daß an dem Volkstrauertag aller Opfer von Krieg und Gewalt gedacht werde. So heißt es im Totengedenken, welches seitens des Volksbunds empfohlen wird: „Wir trauern um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung...“. Auch diskutierten die Teilnehmenden, ob neue Elemente die traditionellen Gedenkfeiern mit Ansprache und Kranzniederlegung ergänzen würden. Das wurde kontrovers erörtert, weil bei einer Veränderung die bisherigen Aktiven und Besucher möglicher Weise sich nicht mehr angesprochen fühlen könnten.

Einigkeit herrschte bei den Teilnehmenden, daß sie nun mit neuen Ideen in ihre Gemeinden zurückehren und den Volkstrauertag in seiner Gestaltung in den Blick nehmen wollen. Die einzelnen Gemeinden als auch der Volksbund (bv-karlsruhe(@)volksbund.de) freuen sich über konkrete Vorschläge zur Steigerung der Attraktivität des Volktrauertags seitens der Schulen, Jugendgruppen und der übrigen Bevölkerung.

Bilder: Volker Schütze, Volksbund
"Was geht mich der Volkstrauertag an?" Unter dieser Fragestelle trafen sich Gemeindevertreterinnen und -vertreter zum Austausch. In der Mitte Landrat Dr. Achim Brötel